Eine Idee, beim nach Hause radeln durch den Kopf geblitzt. Am nächsten Morgen etwas Zeit gehabt und einen Twitter-Account angelegt. Über die Buffer-App nachgedacht und eingerichtet. Leuten/Accounts gefolgt, die in ihrer Twitter-Bio nachlesbar ein Neopronomen[1] oder enby, nonbinary, agender, genderqueer u.ä. stehen hatten oder von denen ich wusste, dass sie zu _nb* was twittern.
Um mich als Person soll es bei dieser EnbyBubble gar nicht gehen. Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich hier gern einfach ein guter Geist bleiben. Offen für Anregungen, Fragen und gemeinsames Entwickeln von Ideen und Bubble[2]. Dieses gemeinsame Entwickeln war beim Radeln und Starten noch gar nicht bedacht und geplant gewesen, aber es hat sich in der ersten Woche gleich so ergeben.
Ich bin via Twitter über Direktnachrichten erreichbar.
Fußnoten
[1] – Neopronomen: Pronomen sind Worte mit denen wir über andere reden oder von ihnen schreiben. Schon lange bekannte Pronomen sind „er/ihm“, „sie/ihr“, neue (neo) Pronomen sind z.B. „they/them“ aus dem Englischen, „hen“ aus dem Schwedischen, „sier, xi_er, em“ u.v.m. oder das bis vor einer Weile nicht für erwachsene Menschen gebräuchliche „es“. „Es“ ist oder war für Kind, Mädchen oder Fräulein aber durchaus schon eine alltägliche Verwendung für den Verweis auf Menschen. Dass „es“ nur für Gegenstände gebräuchlich sei, ist nicht ganz richtig. Es gibt auch eine Art „es“ zu verwenden, die abwertend oder ablehnend oder beleidigend gemeint ist, die sich nur indirekt aus Kontext oder Tonfall erschließt.
[2] Bubble habe ich abgeleitet von „Filterbubble“. Das ist eine Beschreibung des Effekts, dass wir wenn wir in einem sozialen Netzwerk anderen Accounts folgen, sie für uns einen Filtereffekt haben. Wer sie sind bestimmt in hohem Maß mit, was wir lesen und sehen. Je nach Plattform spielt noch ein Algorithmus mit. Alorithmus ist eine meist sehr komplexe Formelsammlung, mit der eine Vorhersage getroffen werden soll, welche Postings einen Menschen mehr interessieren, als andere. Dadurch werden zusätzliche Gewichtungen gemacht, die aber oftmals vor allem den Interessen des Unternehmens, das die Plattform anbietet, dienen. Bei Facebook geht es zum Beispiel generell darum, dass Menschen dort viel Zeit verbringen und viel Werbung an sie ausgeliefert wird. Twitter ist eines der wenigen Netzwerke, bei dem es weiterhin die Option gibt, die von der Firma programmierte Vermutung von Relevanz abzuschalten. Hier gibt es noch eine echte Timeline, also die allein auf der Chronologie basierende Reihenfolge von Tweets in der eigenen Startseiten-Anzeige.